Die geheime Abteilung

Arkaden der Essener Börse

Essen ca. 1930

Es war einer dieser nasskalten Tage, als Fräulein Clara Jung zum letztem Mal die Essener Börse betrat. Hier im Gebäude war neben der Börse eine Abteilung der Reichsbehörde für Bauangelegenheiten untergebracht. Da die Börse geschlossen worden ist, soll auch bald die Reichsbehörde ausziehen. Hier hatte sich doch Prof. Dr. Edmund Körner in dem von ihm, als renommierter Architekt, geplanten Neubau die „Essener Börse“ 1922 sein eigenes Büro eingerichtet. Eine Nebenstelle der Behörde klein und unscheinbar. Die Auflösung der Börse und das ein neuer Bildungsverein jetzt hier einziehen soll, ahnte niemand. Ein erstes Schild mit den Buchstaben „HDT“ wurde schon über einem Eingang angebracht.

Clara Jung war als Bürofräulein in Körners Büro angestellt, unauffällig und gewissenhaft. Doch hinter dieser ruhigen Fassade verbarg sich mehr, als ihre Kollegen der Behörde ahnten.

Seit Wochen hatte Clara heimlich an einem Entwurf gearbeitet, der Ihr persönlich von Körner übergeben worden war. Es handelt sich um alte Pläne eines unterirdischen Tunnelsystems, das alle wichtigen Gebäude der Stadt und auch weitere Städte miteinander verbindet. Teile dieser Tunnel gab es schon sehr lange, niemand wusste davon. Jetzt sollen diese weiter ausgebaut werden.

Körner hatte geheime Unterlagen in die Hände bekommen, die noch nie zuvor dokumentierte Zugänge enthielten. Ein zufällig stattfindender Architektenkongress in Aachen war die perfekte Tarnung um sich über die Details mit anderen eingeweihten Architekten auszutauschen. Es gab Informationen das es nicht nur Tunnel sind, die Rede war von ganzen Verwaltungsgebäuden und Archiven deren Existenz kaum vorstellbar war. Körner ist am 12. März mit der Reichsbahn zum Kongress nach Aachen gefahren, perfekt als Dienstreise getarnt.

Es war der 13. März, Clara Jung hatte jene Akten auf dem Tisch liegen, in denen es um die Tunnel ging. Es mussten ein paar Seiten abgetippt werden, eine dieser Routineaufgaben die keine Freude bereiten. Clara öffnete einen verstaubten Aktenordner, doch was ist das für ein Ordner? Er scheint nicht zu denen zu gehören die heute bearbeitet werden sollten. Der Ordner enthielt detaillierte Entwürfe über die Umnutzung von Regierungsgebäuden. Clara fasziniert von der Präzision der alten Pläne und getrieben von der Neugier, begann die Zeichnungen der Tunnel und Entwürfe zu rekonstruieren.

Am Abend des 13. März kam Clara nicht nach Hause. Am Freitag um 8:40 Uhr am 14. März fanden die Arbeitskollegen ein Stück eines Lochstreifens vor Ihrer Bürotür. War der dieser Streifen der einzige verbliebene Hinweis? Die Behörde selbst leitete eine interne Untersuchung ein, Clara Jung wurde seit dem nicht mehr gesehen. Ebenso sind einige der Entwürfe verschwunden, Körner selbst schweigt zu diesen Ereignissen, er ist bisher nicht wieder vom Architekten Kongress aus Aachen zurückgekehrt. Über das Fernsprechnetz konnte er bislang nicht erreicht werden. Er ist wohl zu einem anderen Kongress in Jugoslawien, direkt weitergereist.

Die Reichsbaubehörde schließt am 17. März Prof. Dr. Körners Büro, die Abteilung wird geschlossen. Man munkelt, das hier eine Geheimabteilung der Behörde existiert hat. Alles nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war und das Clara nun verstanden hat, worum es geht.

Schatten über der Börse

Um das Geheimnis der Entwürfe zu lösen und Fräulein Clara Jung zu finden muss folgendes beachtet werden.

Wer hier bei mindestens einem Punkt die Lust verliert oder Zweifel hat, sollte nicht versuchen doch irgendwie, vielleicht, mal eben oder mir doch egal …. die Entwürfe zu finden. Es macht wirklich keinen Sinn.

Benötigt wird wie folgt

ECA:

Kalender

Um an den Kalender zu kommen, löst bitte zuerst das Rätsel:

Lochstreifen

Sonstiges

Die Handlungen von den im Geocache, genannten teils realen Personen sind rein fiktiv und frei erfunden. Wer genau wissen will, wer Prof.Dr. Edmund Körner war, kann das hier auf Wikipedia nachlesen: Edmund Körner – Wikipedia

Die Personen und Orte in Bezug auf die tatsächliche Geschichte sind nah an dem Geschehen „Schatten über der Börse“ entlang gebaut.

Einen besonderen Dank geht an das Haus der Technik, ohne das dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre. Ebenso geht ein Dankeschön an das Katasteramt der Stadt Essen, Kleinanzeigen und Svenja für diverse Gegenstände, Webservices und einen großen Anteil am Projekt.

Vielen Dank an die Beta-Tester:

Weiß ja eigentlich auch jeder

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